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TEL AVIV

Wer nach Tel Aviv kommt, um Urlaub zu machen, kommt meistens wegen dem Strand. Vor allem im Bezug auf Zionismus und den Beginn des modernen Staates Israel gibt es aber in Tel Aviv viel zu entdecken.

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"Im Land Israel..."

Jetzt wollte ich den Ort weiter empfehlen, an dem Israel gegründet wurde und lese tatsächlich gerade selbst zum ersten Mal, dass die Independence Hall in Tel Aviv bis 2023 renoviert und für Besuche geschlossen ist!

Also hier für alle, die Tel Aviv in drei Jahren besuchen: Für nur 12 Shekel gibt es einen Film zur Gründung Israels zu sehen, was für mich vor allem interessant und emotional war, war aber die "große" Halle - damals ein Museum, in der David Ben Gurion am 14. Mai 1948 den einzigen jüdischen Staat der Welt gründete.

 

Bei meinen beiden Besuchen in den letzten Jahren war zufälligerweise gerade eine geführte Reisegruppe in der Halle, also gab es die Erklärungen ganz umsonst dazu und am Ende wurde beide Male die Hymne, die Hatikva ("die Hoffnung") gespielt und wer dabei keine Gänsehaut bekommt...

Beim Staatsgründer im Wohnzimmer

Das Haus von Ben Gurion wurde nach dessen Tod zu einem Museum umgewandelt, von außen unterscheidet es sich kaum von anderen Häusern in der Straße, der Eintritt ist gratis. 

Auch innen sieht es für einen Staatsgründer verhältnismäßig bescheiden aus - im Untergeschoss findet man ein Wohnzimmer mit Kamin, eine kleine Küche und das typisch-israelische "Bunker"-Zimmer für den Notfall, oben ein Schlafzimmer und eine riesige Bibliothek - und sind wir mal ehrlich: was braucht man mehr?

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Tel Aviv? Yafo!

Kein Geheimtipp, aber nach all den Besuchen in Tel Aviv ziehe ich der Großstadt trotzdem immer Yafo vor. Selbst wenn man nicht durch die Altstadt geht, ist hier alles etwas entspannter und typischer nahöstlich.

Das beste Gebäck gibt es sieben Tage die Woche, 24 Stunden bei Aboulafia an der Hauptstraße (Yefet) und neuerdings auch auf der Allenby 45 und am Hafen im Norden der Stadt (Ha Taarucha 3). Meine Lieblingsteilchen sind Sambusak gefüllt mit Pizza, Kartoffeln oder Aubergine.

Passend zur jüdisch-arabischen Kultur in Yafo gibt es in den Geschäften vor Ort Souvenirs auf "Aravrit" zu kaufen - ein Andenken mit Botschaft, die Deisgner haben aus Hebräischen und Arabischen Buchstaben eine eigene Sprache geschaffen.

Drag and the City

Eine meiner neuesten Entdeckungen in Tel Aviv ist die gar nicht mal so kleine Drag-Szene. Dass die Tel Aviv Pride Parade jedes Jahr tausende Besucher nach Israel zieht, muss man ja wohl nicht mehr erwähnen, aber auch über das ganze Jahr verteilt finden Veranstaltungen von unterschiedlichen Organisations-Teams statt, bei denen Israelische Drag-Queens zusammen mit den großen Namen aus den USA auf der Bühne stehen.

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