Flughafen Eilat Airport Runway Desert Israel Hotels Vacation

REISE, REISE

Bombenstimmung?!


Es ist immer der gleiche geistreiche Witz, wenn es um Urlaub in Israel geht... und nein, Israel ist kein gefährliches Land, ganz im Gegenteil. Vor Bahnhöfen, Einkaufszentren und Veranstaltungen stehen Metalldetektoren und die Taschen werden kontrolliert. Raketenalarm ist leider auch ab und zu ein Thema, aber in den typischen Urlaubsgebieten bleibt man davon glücklicherweise meistens verschont. Hier ist ein aktueller Twitter-Account, der alle Red Alerts, also Alarme und die Orte, in denen der Alarm zu hören war anzeigt. Selbst wenn in den Nachrichten wieder nur das Schlimmste berichtet wird - einfach die Reiseroute mit dem Gebiet abgleichen und dann wird ganz schnell klar, dass als Tourist alles halb so schlimm ist. Im Falle eines Alarms sollte man trotzdem unbedingt ins Treppenhaus oder einen Raum weit weg von Fenstern oder Bunker gehen und selbst nach der Sirene noch einen Moment abwarten. An öffentlichen Orten haltet euch am besten an Israelis, die wissen in der Situation am besten was zu tun ist.




Ist die Befragung am Flughafen so schlimm?


Als jemand, der von "schnell und unkompliziert" bis "höchst verdächtig" alle möglichen Kontrollen an Israelischen Flughäfen durch hat sage ich immer noch: Nein, alles halb so schlimm. Bei der Einreise, bevor man das blaue Kärtchen (anstatt der Stempel) mit dem Visum bekommt wird meistens nur gefragt wieso man im Land ist, wo man sein wird und eventuell ob man Leute in Israel kennt. Also kein Grund, nervös zu werden. Doch auch bei der Ausreise wird man vor dem Check in befragt - ebenfalls nach Grund und Orten der Reise, ob man möglicherweise Geschenke von Bekannten bekommen hat, um diese nach Deutschland zu transportieren und so weiter. Zu Trainingszwecken wird man manchmal auch etwas mehr gefragt (oder als Alleinreisender), aber wenn man ehrlich antwortet und sich nicht verdächtig verhält geht auch da alles ganz schnell. Und denkt dran - es geht auch um eure Sicherheit. :)




Wie komme ich vom Flughafen nach...


Jerusalem: Wochentags (Achtung, von Sonntag bis Donnerstag!) mit dem Zug - der Bahnhof Itzhak Navon ist direkt am Busbahnhof mit allen wichtigen Verbindungen innerhalb Jerusalems. Tel Aviv: Seit Frühling 2019 am einfachsten per Bus, Abfahrt jede volle Stunde am Flughafen, durch die Stadt, am Strand entlang nach Riding. 24 Stunden, außer Shabbat (Freitag 17:00 bis Samstag 21:00 Uhr). Haifa: Mit der Bahn Richtung Nahariya, Abfahrt alle halbe Stunde. Am Shabbat gibt es Sheruts (Sammeltaxis) nach Jerusalem und Haifa. Die Minibusse stehen vor dem Haupt-Ausgang am Ben Gurion Flughafen und fahren ab, wenn sie voll sind.




Rav Kav?


Man kann in Bussen in Tel Aviv und Jerusalem nicht mehr mit Bargeld bezahlen - ab sofort gibt es am Flughafen und an allen Bahnhöfen und größeren Bushaltestellen die Rav Kav-Karte. Jedes Mal, wenn Geld auf die Karte gebucht wird, bekommt man 20% des Betrags dazu, neu ist auch die Rav Kav für Touristen mit Vergünstigungen zu National Parks, mehr Infos hier. Mit der Rav Kav kann man Tages-, Wochen- und Monatskarten für die unterschiedlichen Regionen kaufen. Alle Details dazu hier. Neben den Regionen gibt es auch über-regionale Tickets, die man am einfachsten am Automaten oder Schalter an Bahnhöfen bekommen kann. So kann man zum Beispiel eine Tageskarte für die Regionen Tel Aviv (Gush Dan) und Haifa buchen und so für 40 Shekel alle öffentlichen Verkehrsmittel in den Regionen südlich von Tel Aviv bis nach Nahariya benutzen. Die Infos sind auf der oben genannten Website etwas versteckt zu finden: Klicke am besten auf "Tel Aviv", wähle das Zentrum (Gebiet 1), dann oben rechts auf "Daily Pass", dann erscheinen ganz unten die Möglichkeiten für z.B. das komplette Gebiet Tel Aviv + Jerusalem, Haifa + Tel Aviv, etc., sowie ganz Israel. Achtung: Tageskarten sind nicht 24 Stunden gültig, sondern immer bis zum Betriebsende (ca. Miternacht oder 1 Uhr nachts). Monatskarten gelten vom Kaufdatum an 30 Tage.




Ich möchte selbst fahren!


Man kann sich natürlich auch ein Auto mieten, um das Land auf eigene Faust zu erkunden. Aus eigener Erfahrung ging es bis jetzt immer schnell, schon von Deutschland aus über ein Mietwagenportal zu buchen, es ist aber auch spontan vor Ort möglich. Zum Anmieten genügt ein gültiger EU-Führerschein. Autos, die bei Firmen in Israel angemietet wurden sind in der West Bank nicht versichert. Es ist allerdings möglich, auf der Route 1 von Jerusalem ans Tote Meer zu fahren, auch auf der 90 von Beit Shean aus - leider fällt der Abstecher nach Jericho mit einem Mietwagen aber weg. Die Richtgeschwindigkeit außerorts in Israel ist 90kmh, auf der Route 6 sind 110kmh erlaubt. Israel lässt sich wunderschön mit Mietauto erkunden, obwohl man unbedingt vorsichtig sein sollte, weil Rechtsfahrgebot und Mindestabstand von den meisten nur als ein Vorschlag verstanden wird... :) Außer den Carmel Tunnels in Haifa ist Route 6 die einzige Straße, die Maut kostet. Der Betrag wird beim Abfahren berechnet und über die Mietwagenfirma in Rechnung gestellt.




Das liebe Geld


Vor einer Israelreise ist es nicht unbedingt notwendig, schon zuhause Geld zu wechseln. Die teuren Wechselstuben am Flughafen sollte man auch meiden - man kann eigentlich überall mit Kreditkarte bezahlen - selbst am Snack-Automaten. In den Städten gibt es an vielen Ecken verschiedene Wechselstuben, hier lohnt es sich ein paar zu vergleichen, um den bestmöglichsten Kurs zu bekommen. Es ist auch möglich, mit einer Giro-Karte Geld direkt abzuheben. Bei manchen Banken muss im Voraus geklärt werden, welche Länder verfügbar sind. Aber dann geht es einfach am Automaten von Leumi und Beinleumi (evtl. mittlerweile auch andere) oder am Schalter, mit Karte und Reisepass. (Da nicht vergessen, vorher eine Nummer zu ziehen.)




Ich will gar nicht mehr weg!


Sehr Gut! :) Aber mal im Ernst, als Nichtjude in Israel zu bleiben ist schwieriger als man denkt. Die einfachste Möglichkeit ist, als Volontär in einem Kibbutz zu arbeiten, wenn man zwischen 18 und 35 Jahre alt ist. Das Programm stellt die Unterkunft und Versicherung, das Essen gibt es für einen kleinen (und für Israel heißt das schon viel!) Betrag im Kibbutz-Speisesaal. Was dafür benötigt wird, kannst du hier nachlesen. Für Deutsche zwischen 18 und 30 gibt es außerem ein Working-Holiday Visum, damit kann man ein Jahr in Israel bleiben und zwei mal für jeweils 3 Monate bei unterschiedlichen Arbeitgebern arbeiten. Mehr Infos bei der Israelischen Botschaft in Berlin. Beide Visa-Arten müssen von Deutschland aus beantragt werden und können nicht direkt in Israel umgewandelt werden.




Hilfe, ich habe mich verliebt!


Sollte dein/e Auserwählte/r eine Israelische Staatsbürgerschaft besitzen, könnt ihr beim jeweiligen Misrad Hapnim (Innenministerium) ein Partner-Visum mit Arbeitserlaubnis beantragen, das geht übrigens auch, wenn ihr nicht verheiratet seid. Je nach Stadt kann sich der Prozess von ein paar Monaten bis zu über einem Jahr hinziehen, drei wichtige Dokumente müssen dafür inklusive englischer Übersetzung und Apostille aus Deutschland beantragt werden: - eine Geburtsurkunde - ein Führungszeugnis - eine Bescheinigung, die bezeugt, dass du nicht verheiratet bist (erweiterte Meldebescheinigung) Achtung! Die Dokumente wirklich auf den letzten Drücker beantragen, das Führungszeugnis ist nur 3 Monate gültig und muss unbedingt aktuell sein. Manche Paare gehen auf Nummer Sicher und lassen die Dokumente ins Hebräische übersetzen, das ist aber jeweils vom zuständigen Misrad Hapnim abhängig.





Die wichtigsten Fragen, die man sich vor einem Israel-Urlaub stellt.