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JERUSALEM

Mein erster Gedanke war: "Wie wähle ich gerade in Jerusalem Orte aus, die etwas abseits der beliebten Ausflugsziele liegen..." Schlussendlich habe ich mich für Plätze entschieden, die mich am meisten beeindruckt haben und vielleicht etwas für den zweiten oder dritten Urlaub in Israel sind.

Israel Kotel Western Wall Klagemauer Siddur Gebetsbuch Judentum Judaism

Der wichtigste Ort

Die meisten kennen die Kotel oder Klagemauer überirdisch bereits, aber es gibt mehrere unterirdische Touren, die einem einen ganz anderen Blick auf den wichtigsten Ort in Jerusalem, dem Tempelberg, geben.

Eine der beeindruckendsten Touren startet von der Davidstadt außerhalb der Altstadtmauern. Man steigt hinunter bis zum Ursprung der Gihon Quelle, von wo aus man im über 500 Meter langem Hiskija Tunnel durchs Wasser (Achtung, bis zu 70 cm hoch, also eher ein Ausflug für den Sommer) oder auf einem trockenen Pfad entlang bis zu den Teichen von Siloah geht. Der Eingang zum Wasserpfad war wirklich unheimlich und eng für mich als 1,80 m Person, aber der Weg durch einen über 2000 Jahre alten Tunnel war dafür umso beeindruckender.

Wer es trocken mag, kann unterirdisch direkt an der Kotel entlang gehen, alle Infos dazu gibt es bei der Western Wall Heritage Foundation.

Das "geheimnisvolle" Viertel

Mea Shearim wird in vielen Reiseführern erwähnt, trotzdem kenne ich immer noch viele Israel-Urlauber, die das Viertel "lieber nicht" besuchen möchten.

Dabei ist es wahnsinnig interessant, wie sich selbst die Einkaufsstraße (durch die übrigens auch Bus Nummer 1 fährt) von anderen Vierteln unterscheidet. Und man findet hier und da auch kleine Torah-Rollen aus Plüsch als Spielzeug für die Kleinen.

Wenn man sich einigermaßen bedeckt kleidet (lange Hosen, bzw. als Frau gern ein Rock, der über's Knie geht, Ärmel bis über die Ellenbogen, kein Ausschnitt) und respektvoll zeigt, vor allem was das Fotografieren angeht, (lieber genießen!) ist es gar kein Problem, Mea Shearim zu entdecken.

Mea Shearim Jerusalem Israel Viertel Quarter Judaism
מחנה יהודה.jpg

Mahane Yehuda - mehr als ein Markt

Zu meinen Besuchen in Jerusalem gehört es mittlerweile, nach einem langen Tag in oder um die Stadt herum auf den Mahane Yehuda Markt zu gehen und den Abend mit einem leckerem Esesen zu beenden.

Zwei ganz besondere Orte möchte ich hier weiterempfehlen:

Das Essen im ersten Restaurant basiert auf Yemenitischem Jachnun und Malawach, letzteres ist mit Blätterteig zu vergleichen. Mein Tipp: Shakshuka-lawach oder Pizza-lawach bestellen und sich überraschen lassen.

Manou BaShouk ist ein Libanesisches Restaurant, da empfehle ich die Kubeh.

Jetzt wird's politisch

Man kann tatsächlich als "ganz normaler" Bürger oder Urlauber die Knesset, das Israelische Parlament besuchen.

Touren gibt es in sämtlichen Sprachen, auch in Deutsch, und sie finden Sonntag und Donnerstag morgens statt. Deutsche Touren beginnen um 8:30 Uhr für die Frühaufsteher. Wenn es etwas später sein sollte kann man die Englische Variante wählen und sich einer Tour um 12:00 oder 14:00 Uhr anschließen (nach vorheriger Anmeldung). 

 

Alle weiteren Infos direkt auf der Website der Knesset.

Knesset Israel Parliament Parlament Regierungssitz