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HAIFA

Obwohl Haifa (in Hebräisch übrigens "Cheifa" gesprochen) die drittgrößte Stadt Israels ist, steht sie nicht auf dem Plan von vielen Urlaubern. 

Dabei gibt es in meiner neuen Wahlheimat so einige schöne Ecken mehr
als nur die Bahai-Gärten.

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Is denn heut schon Weihnachten?

Naja, fast - in Haifa kann man aber auch tatsächlich im Sommer schon Christbaumschmuck finden. Eines der vielen Dinge, die ich an Haifa so gerne mag ist das wirkliche Zusammenleben von Christen, Muslimen, Juden und (nicht im Foto) Bahai und Drusen. 

Es gibt unter anderem im Beit HaGefen viele Veranstaltungen, die das Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen in den Vordergrund rücken.

Um die Weihnachtszeit findet jedes Jahr in der German Colony und Wadi Nisnas in Haifa "Holiday of Holidays" statt - von einem Weihnachts-Umzug mit Dudelsäcken und Nikoläusen bis über bunt blinkende Festbeleuchtung hin zum Weihnachtsmann-Haus (Hadad Str. 6) kommt man in Haifa auf jeden Fall in Weihnachtsstimmung.

"Rakevel" kommt von Kabel

Neben Hof HaCarmel hat Haifa so einige schöne Strände - zum Beispiel Bat Galim, zu Deutsch "Tochter der Wellen". In der kleinen Nachbarschaft wohnen hauptsächlich ältere Leute, es wird auch viel russisch gesprochen. So unspannend wie es klingt, der Strand wiegt alles wieder auf. 

Von Bat Galim aus kann man außerdem alle 20 Minuten mit der Seilbahn zum oberen Teil des Carmel-Gebirges fahren, wunderschöne Aussicht über die kleine Nachbarschaft inklusive.

Ganz versteckt am Berghang liegt die Höhle von Elijah, jetzt eine Synagoge, die aber Gläubige jeder Religion besuchen können.

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Das (wirklich!) beste Essen gibt's im Wadi

Der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich nun endgültig in Israel angekommen bin war, als ich einmal Freunde aus Deutschland durch das
Wadi Nisnas geführt habe und voller Stolz sagen konnte, dass es in Haifa das beste Falafel, den besten Shawarma und den besten Humus im ganzen Land gibt. Sagt zwar jeder Israeli über seine Lieblingsorte, aber hier stimmt es wirklich. :) Und das sagt übrigens auch jeder.

Alle drei Plätze sind von Vormittags an geöffnet und machen zu, wenn alles aufgegessen ist - also nicht bis abends warten und den Tag am besten mit einem Humus-Frühstück beginnen.

Gratis Museumsbesuch gefällig?

In der Universität Haifa gibt es das Hecht Museum - wer sich für Archäologie interessiert, ist dort vollkommen richtig. Der Gründer glaubte daran, dass Bildung für jeden zugänglich sein sollte und bestand darauf, dass der Eintritt ins Museum auch noch nach seinem Tod gratis sein sollte.

Außerdem ist gleich nebenan der Zugang zum Eshkol Tower, das höchste Gebäude in Haifa, von wo aus man nicht nur einen schönen Blick über die Stadt, sondern auch auf das Carmel Gebirge hat.

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